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Pollenfeld, 5. August 2020:

500 Jahre Kunstschätze der Pfarrkirche

(von Siegfried Fries)

Am Sonntag 09. August wird in der Pfarrkirche St. Sixtus in Pollenfeld das Patrozinium gefeiert, also der Gedenktag des Heiligen, dessen Namen die Kirche trägt. Was vielen wohl nicht bekannt ist, in dem Gotteshaus, das im Volksmund auch der „Jura-Dom“ genannt wird, feiern in diesem Jahr einige Kunstschätze, die auch mit dem Heiligen Sixtus als Kirchenpatron zu tun haben, ihren 500. Geburtstag. Hierbei handelt es sich um die fünf fast lebensgroßen Heiligenfiguren am Hochaltar, die um das Jahr 1520 und damit an der Schwelle zwischen Spätgotik und Renaissance entstanden sind. Nach der Ansicht von Experten, insbesondere des Kunsthistorikers und Denkmalpflegers Felix Mader (gestorben 1941) zählen die Schreinfiguren besonders die prachtvolle Madonna „zum Besten, was die Plastik des Hochstifts Eichstätt um die fragliche Zeit geschaffen hat“.

Die Holzplastiken sind von filigranem goldgefassten Rankenwerk eingefasst und stehen auf Konsolen, die ihren Namen tragen: Die Muttergottes mit Kind, flankiert von den heiligen Sixtus, Willibald, Walburga und Laurentius. Die detaillierte Gewanddarstellung und die charaktervolle, ausdruckstarke Gestaltung der Gesichtszüge lassen auch den Laien die hohe künstlerische Qualität dieser Schnitzwerke mühelos erkennen. Sie sind wohl von einem Eichstätter Meister geschaffen worden, dessen Name leider nicht bekannt ist.

Die heilige Walburga, die als Äbtissin gezeigt ist, war bekanntlich eine Schwester des heiligen Willibald, des Gründers der Eichstätter Benediktinerklosters und ersten Bischofs der Diözese. Walburga gehört zu den meist verehrten Heiligengestalten des frühen Mittelalters. Um ihre letzte Ruhestätte entstand in Eichstätt das Benediktinerinnenkloster St. Walburg. Der heilige Sixtus II., der Patron der Pollenfelder Kirche, stammt aus Athen und war von 257 bis 258 Papst. Nach dem Verfolgungsedikt des römischen Kaisers Valerian wurde er, zusammen mit seinen vier Diakonen, während einer Messe in der Kalixtus-Katakombe überfallen, enthauptet und anschließend dort bestattet. Seinem Lieblingsschüler und Diakon Laurentius hatte Sixtus bei einer früheren Gefangennahme die Kirchenschätze anvertraut, um sie unter Armen und Kranken zu verteilen. Der heilige Laurentius, der sich unter Folter beständig weigerte, die Schätze dem Kaiser zu übergeben, erlitt ebenfalls das Martyrium. Zum Zeichen seines Martertodes hält er den Rost in Händen. Auf der Rückseite, der Werktagsseite der Altarflügel, erscheinen die Heiligen nochmals in Gemälden.

Vom selben Meister, wie die Schreinfiguren, stammen auch die Skulpturen der Altarbekrönung, der auferstandene Christus zwischen Petrus und Maria Magdalena. Die Heiligenfiguren standen jedoch nicht das gesamte halbe Jahrtausend über an ihrem angestammten Platz. Einem unglücklichen Restaurationseifer zur Folge, ließ der damalige Pfarrer Thaddä Göll, er hatte die Pfarrei 1792 übernommen, im Jahr 1805 den bisherigen reich geschnitzten Hochaltar mit den kostbaren Figuren beseitigen und die abgebrochenen Teile hinter den Langhausboden bringen. Es wurde stattdessen ein barocker Altar aus der aufgehobenen Kongregationskirche Maria de Victoria aus Ingolstadt aufgestellt. Auch die Kanzel und die Orgel wurden aus Ingolstadt gekauft und in Pollenfeld verwendet. Die fünf Schnitzfiguren wurden dem Schrein entnommen und im Chor aufgestellt. Der Barockaltar entsprach aber schon bald nicht mehr dem Geschmack der Gemeinde und wurde entfernt, zumal er die Glasfenster des Chores fast völlig verdeckte. Im Zuge der umfassenden Restaurierung der Kirche, die von 1876 bis 1897 durchgeführt wurde, ließ der kunstsinnige Pfarrer Johann Nepumuk Schmidpeter, der bis 1901 Seelsorger in Pollenfeld war, 1880 eine Rekonstruktion des spätgotischen Altares anfertigen, bei der für die erhaltenen Heiligenfiguren einer neuer Schrein geschaffen wurde. Dazu kamen die beiden Altarflügel und der Tabernakelaufbau. Seit dieser Zeit schmückt der frühere, neu überarbeitete Flügelaltar mit den fünf Figuren aus der Zeit um 1520 wieder den Chor des Jura-Doms.

Die Aufstellung des würdigen Hochaltars vor 500 Jahren stellte auch den Höhepunkt der Wallfahrtskirche Pollenfeld dar. Pollenfeld war bereits im Mittelalter ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Eine Legende über den Ursprung der Wallfahrt berichtet, dass der selige Pollo im 11. Jahrhundert Reliquien des heiligen Papst Sixtus II. aus Rom mit nach Pollenfeld gebracht habe. Wahrscheinlich handelte es sich bei Pollo um den urkundlich erwähnten „Poulo inclusus“, einen Einsiedler, der zur Zeit des Bischofs Gundekar um das Jahr 1070 verstarb. Neben mehreren Reliquien des hl. Sixtus besaß die Kirche einen umfangreichen Reliquienschatz, der in insgesamt 15 Monstranzen aufbewahrt wurde. Prozessionen aus den entlegensten Gegenden Frankens, Schwabens und Bayerns hatten den kleinen Wallfahrtsort zum Ziel. An drei Heiltumsfesten im Jahr wurden die Reliquien dem Volk gezeigt und es konnten Ablässe gewonnen werden.

Es kam das Jahr 1552 und mit ihm begann der Niedergang der Wallfahrt. Hessische Truppen hausten bei ihrem Durchzug zwischen dem 19. Juni und dem 1. Juli 1552 mit Mordbrennerei und Plünderungen wie im schlimmsten Feindesland. Ein solcher Trupp drang auch in die Kirche von Pollenfeld ein, schändete die Altare, brach den steinernen Reliquienschrein auf, raubte die heiligen Gefäße und zerstreute die Heiligtümer der Wallfahrt. Die Figuren des Hochaltars wurden anscheinend verschont. Pollenfeld verlor ab diesem Zeitpunkt seine Anziehungskraft als Wallfahrtsort.

Pollenfeld, 19. Juli 2020. ATEMPAUSE

Zur Atempause der Jugend mit dem Thema: "Feuer und Flamme - in dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst" trafen sich Jugendliche der Pfarreien Pollenfeld und Wachenzell an der Willibaldskapelle in Pollenfeld. Das Vorbereitungsteam, bestehend aus Johanna Pfaller, Kathrin Birk und Christine Branner kümmerten sich um die inhaltliche, musikalische und organisatorische Durchführung. (von Herbert Wittmann)

Pollenfeld, 11. Juni 2020: Fronleichnam in Pollenfeld:

Die Heilige Messe zum Fronleichnamsfest findet heute in der Pfarrkirche Sankt Sixtus Pollenfeld statt. Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen die Gläubigen in diesem Jahr keine Fronleichnamsprozession veranstalten. Der Gartenbauverein Pollenfeld hat trotzdem einen wunderschönen Blumenteppich vor dem Volksaltar aufgebaut. Wir danken den Verantwortlichen und allen Mitgliedern ganz herzlich für dieses großartige Zeichen der Verehrung.


Pollenfeld 11. Juni 2020: Renovierung des Vortragekreuzes


Das neu restaurierte Pollenfelder Vortragekreuz, das stark beschädigt war, steht wieder in frischem Goldglanz an seinem alten Platz vor der Pollenfelder Madonna. Der Eichstätter Restaurator Raphael Graf hat zusammen mit seiner Frau Adelheid das Kreuz persönlich nach Pollenfeld zurückgebracht. Folgende Arbeiten wurden am Vortragekreuz durchgeführt:  Vom gebrochenen Haltestab wurden Nägel einer provisorischen Reparatur entfernt, die Bruchstelle wurde geleimt, gespachtelt und verschliffen, die Farbgebung wurde an den
vorherigen Anstrich angepasst.  Von der Rückseite des Kreuzes wurde eine provisorische Metallverstärkung abgenommen und durch eine nicht sichtbare Verstärkung aus Holz ersetzt. Am Christus-Korpus wurden die Arme angeleimt, die fehlenden Nägel wurden ergänzt. Die stark beschädigte Farbfassung des Christus-Corpus wurde retuschiert und wo nõtig erneuert. Am oberen Kreuz wurden abgeschlagene Stellen ergänzt, die stark beschädigte Silber- und Goldoberfläche wurde auf Polimentbasis erneuert.

Die Pfarrangehörige der Pfarrei Pollenfeld  danken dem Restaurator Graf ganz herzlich für die fachkundige und hervorragende Arbeit. Unser besonderer Dank gilt auch einer anonymen Spenderin, die die gesamten Renovierungskosten übernommen hat. Vergelt´s Gott!

Eichstätt, 19. März 2020:

Gottesdienste in Fernsehen, Hörfunk und Internet (Quelle: www.bistum-eichstaett.de)

Im Bistum Eichstätt  finden aufgrund der aktuellen Coronapandemie keine öffentlichen Gottesdienste mehr statt. Umso wichtiger werden die Gottesdienstübertragungen im Fernsehen, Hörfunk und Internet. Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl von Angeboten.

Live-Übertragungen im Bistum Eichstätt

  • Wemding: Aus der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein überträgt der Sender K-TV immer Mittwoch, Donnerstag und Samstag um 9 Uhr eine Eucharistiefeier. Die Gottesdienste können im Fernsehen und per Livestream (www.k-tv.org) verfolgt werden).
  • Stopfenheim: Livestream der Heiligen Messe aus der Pfarrkirche St. Augustinus sonntags um 9.30 Uhr unter www.pfarrei-stopfenheim.de
  • Allersberg: Übertragung einzelner Gottesdienste aus der Pfarrkirche Maria-Himmelfahrt auf Facebook und unter: https://allersberg.bistum-eichstaett.de (zum ersten Mal am Sonntag, 22. März, um 10 Uhr).
  • Schwabach: Live-Übertragung des Gottesdienstes zum Hochfest des hl. Josef am Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr sowie des Sonntagsgottesdienstes jeden Sonntag um 10 Uhr unter:
    www.sebald-live.de.
  • Ingolstadt: Übertragung des Werktagsgottesdienstes aus der Pfarrkirche St. Anton per Livestream - jeden Mittwoch um 9.00 Uhr (bis 9.30 Uhr) unter www.st.anton-in.de.

Hörfunk

  • Ab sofort bietet Radio K1, der kirchliche Hörfunk der Diözese Eichstätt, Wortgottesdienste im Radio an. Jeden Sonntag von 8.30 bis 9 Uhr können die Hörerinnen und Hörer am Radio mitfeiern und mitbeten. Im Mittelpunkt stehen das Sonntagsevangelium, eine Auslegung und Fürbitten. Dazu dürfen die Gläubigen ihre Anliegen per Mail an die Hörfunkredaktion der Diözese schicken unter redaktion(at)radiok1(dot)de. Der Wortgottesdienst wird über den Regionalsender Radio IN ausgestrahlt und kann auch im Internet unter www.radiok1.de angehört werden.
  • Katholische Morgenfeier im Bayerischen Rundfunk (Bayern 1): Sonntag um 10.05 Uhr
  • Gottesdienstübertragungen sind auch fester Bestandteil des Programms von Radio Horeb. Zu empfangen ist der Sender unter anderem über DAB+, Satellitenradio und Internet: www.horeb.org

Hilfen und Vorlagen für Gottesdienste zuhause

  • Vorschlag für einen Hausgottesdienst, erarbeitet vom Referat für liturgische Bildung des Bischöflichen Ordinariates Eichstätt: .pdf

Eucharistiefeiern im Fernsehen

Eucharistiefeiern im Internet

Gottesdienste zu (fast) allen Uhrzeiten: 
https://www.gocath.org/get-inspired

Weitere Gottesdienste zum Mitfeiern:
Taize-Abendgebet: https://www.facebook.com/taize

Virtuelle Kapelle

„Kirche in Not“ lädt zu einem Besuch der „Virtuellen Kapelle“ ein. Sie findet sich unter: www.kirche-in-not.de/glauben/virtuelle-kapelle

Die tägliche Schriftlesung:

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